Wie sagt man? So sprichst du Markennamen richtig aus

Markennamen Aussprache - Taschen von Knomo

Mode-Sprache, schwere Sprache – das merken auch wir im Taschenkaufhaus immer wieder. Gerade was die Aussprache angeht, ist die Welt der Taschen durchzogen von Fallstricken, an denen nicht nur die Zunge hängen bleibt, sondern schnell auch der Ruf des Sachkundigen. Das gilt nicht nur für Materialbezeichnungen wie Acrylnitril-Butadien-Styrol, kurz ABS-Kunststoff, oder extrem informative Produktnamen wie Samsonites Stationery Pro-DLX 4 Zip Folder A4 + Binder. Selbst im Grundlegenden, den Markennamen, steckt so manche Tücke: Einige animieren zu mitunter erheiternden Fehlinterpretationen. Damit du gekonnt von deiner Lieblingstasche schwärmen kannst, habe ich hier die wichtigsten Stolperfallen zusammengetragen.

Fangen wir zum Warmwerden mit der vergleichsweise moderaten Hürde an, die das deutsche Traditionslabel Picard mit seinem eher französisch anmutenden Namen aufstellt. Waschechte Star Trek-Fans und Verehrer Captain Jean-Luc Picards machen vor, dass die Betonung auf der zweiten Silbe liegt und das d stumm ist. Vertrauen wir also auf deren Fachwissen und stimmen ins wohlklingende [pi’kɐ̯] ein.

Markennamen Aussprache - Bree im Taschenkaufhaus
So puristisch das Design der Taschen, so einfach ist bei Bree die Sache mit der Aussprache – eigentlich

Mit Vaude findet sich Picard in bester Gesellschaft – auch dieses Label wird allzu gern falsch ausgesprochen, etwa mit einem weichen v als einleitenden Laut oder gar in einer entfernt nach Englisch klingenden Variation. Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Der Markenname leitet sich von den Initialen des Nachnamens von Firmengründer Albrecht von Dewitz ab. Sprich also: v. D., [fa͜u’de:].

Doch nicht nur Vaude wird häufig dem englischen Sprachraum zugeordnet – Bree missinterpretieren einige als weiblichen Vornamen. Zugegeben, die edlen Taschen mit ihrem puristisch-geradlinigen Design würden hervorragend ins geschmackvolle New England passen. Dennoch handelt es sich hier um den deutschen Namen der Gründerfamilie Bree, in Lautschrift also [breː]. Manchmal liegt die richtige Aussprache eben näher, als man denkt.

Bei Knomo [’no:mo:] wiederum verhält es sich genau umgekehrt. Um peinliche Patzer zu vermeiden, sollte man wissen, dass die Marke ihren Sitz in London hat und ihr Name die Kurzform von Knowledge and Mobility ist. Damit erklärt sich auch, dass das k am Anfang nicht mitgesprochen wird.

Markennamen Aussprache - Coccinelle im Taschenkaufhaus
Wenn Markenneulinge sich am Namen Coccinelle versuchen, haben die anderen oft gut lachen

Besondere Vorsicht ist bei italienischen Herstellern geboten. Der Name Coccinelle zum Beispiel ist praktisch eine Aneinanderreihung von Fettnäpfchen: Richtig ausgesprochen heißt es [kɔtʃi’nɛl]: Auf k und das kurze o folgt tschi wie in Cappuccino und anschließend das betonte nell – und dann ist Schluss! Tunlichst ist zu vermeiden, an die letzte Silbe noch ein e dranzuhängen. Damit wäre all die vorangegangene Verbalakrobatik umsonst.

Ein komplett anderer Laut als das tschi in Coccinelle findet sich im Nachnamen der Taschendesignerin Caterina Lucchi – und das obwohl das geschriebene cch nur ein einziger Buchstabe vom cc trennt. Gerade deshalb gilt: Obacht! Denn wenn man hier danebenlangt, wird es wirklich pikant. Lucchi spricht sich [‚luki] – schließlich nennen sich die kulinarischen Importe aus Italien auch nicht Njotschi und Latte matschiato.

Ja, die Fehlerquellen sind mannigfaltig und endlos ließe sich die Liste fortsetzen. Welchen Fehltritten in Sachen Artikulation bist du schon begegnet?

Schlägwörter
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